Mahlzeiten genaustens aufschreiben

Ein wichtiger Punkt beim berechnen und beim dokumentieren der Kalorienaufnahme, ist das genaue aufschreiben, die detaillierte Aufnahme der einzelnen Zutaten zu den Mahlzeiten. Ich bin hier sehr dankbar für die Unterstützung meiner Frau. Die Familie, die Partner müssen helfen, damit das alles klappen kann. Wir sind schon sehr lange „Selbstkocher“ und vermeiden Fertigprodukte, wo immer es geht. Das beste ist es selbst zu kochen. Und zwar alles! Auch die Soßen.

Soßen beispielsweise, werden bei uns in der Regel komplett selbst gekocht. Hier ein Beispiel, für eine Paprikasoße:

Rote Paprika 229g
Mehl 15g
Rapsöl 11g
Tomatenmark 25g

Gerade Mehl zum binden der Soße, hat relativ viele Kalorien. Deshalb schreiben wir auch kleinste Mengen einzeln auf und verrechnen das dann auf die jeweiligen Portionen. Auch beim anrichten der Teller wiegen wir dann entsprechend natürlich auch die Soße mit ab.

Am Ende werden Soßen, die aus mehreren Zutaten bestehen, dann mit einem Dreisatz so berechnet, dass sie in eine entsprechende App eingetragen werden kann.

Hier wieder die Paprikasoße:

Insgesamt war in dem Topf am Ende 435g gekochte Soße.
Auf meinem Teller sind dann davon 142g gelandet. Jetzt wird der prozentuale Anteil der einzelnen Zutaten berechnet, um dann die einzelnen Zutaten grammgenau in die App einzutragen.

Die Rechnung dafür ist:
100 / 435 x 142 = 32,64%

Die 32,64% sind der Anteil der Soße, die auf dem entsprechenden Teller gelandet sind. In die App werden aber die einzelnen Zutaten eingetragen. Hier die Berechnung der einzelnen Zutaten:

Rote Paprika 229g x 32,65% = 74,77g
Mehl 15g x 32,65% = 4,89g
Rapsöl 11g x 32,65% = 3,59g
Tomatenmark 265 x 32,65% = 8,16g

Am Ende können die Dezimalzahlen gerne entsprechend gerundet eingegeben werden. Es macht bei den meisten Zutaten keinen Unterschied bei den Kalorien ob da jetzt noch die Dezimalzahlen eingegeben werden.

Warum das ganze? In der Regel werden in den Apps nur die fertigen Produkte eingegeben. Für Fertigprodukte kann das auch ausreichen. Eine halbe Fertigpizza von Dr. Dingsbums lässt sich natürlich leicht eintragen. Eine fertige Soße aus dem Glas ebenso. Wenn wir selbst kochen, ist das schätzen der Soße allerdings gefährlich. Viele Menschen neigen dazu, sich selbst zu beschummeln und wundern sich dann, wenn sie nicht abnehmen. Da werden dann kalorienreiche Zutaten, wie das Rapsöl und das Mehl falsch eingeschätzt und das kann den Erfolg gefährden.

Ich habe mich eine lange Zeit gefragt, warum ich nicht weiter abnehme. Ich esse doch Abends nur einen Salat… als ich angefangen habe, die Zutaten detailliert aufzuschreiben, ist mir aufgefallen, dass in meiner Salatschüssel 5 oder 6 Esslöffel Öl waren. Schauen Sie mal in einer beliebigen App nach, wie viele Kalorien ein Esslöffel Öl hat und sie wissen, was ich meine. Das detaillierte berechnen der einzelnen Zutaten pro Portion schärft zudem das Bewusstsein für das, was ich esse und unterstützt somit auch auf diese Weise den Erfolg beim Abnehmen.

Es gibt „Abnehm-Systeme“, da werden bestimmte Zutaten nicht eingetragen, weil es sogenannte „gute Kalorien“ sind. Ein Glas Orangensaft hat 118 Kalorien. Die sind nicht zu unterschätzen. Zudem ist Fruchtzucker auch Zucker und ich bin der Meinung, dass man das schon auch mit notieren sollte.

Aber wie ich auf der Startseite schon beschrieben habe, jeder macht das, was er will. Ich beschreibe hier nur meine Vorgehensweise und meinen Weg. Ich habe Erfolg damit und vielleicht kann der eine oder die andere ein paar Sachen für sich übernehmen. Für mich ist wie gesagt mit das wichtigste, dass wirklich ALLE Zutaten erfasst werden.